Fragezeichen aus Zahnpasta

Fluorid Zahnpasta - Schädlich oder nicht? Das solltest du wissen

Zahnpasta dient dazu die Zähne vor Karies zu schützen und für ein strahlendes Lächeln zu sorgen. Doch viele der Zahncremes enthalten Fluorid - ein Bestandteil, von dem oft behauptet wird, er sei gesundheitsschädlich. Aber entspricht das wirklich der Wahrheit? Ist es also tatsächlich gefährlich, eine solche Zahnpasta zu verwenden?

Was ist Fluorid-Zahnpasta?

Das Mineral ist eine Verbindung von Fluor und anderen Mineralien aus natürlichen Quellen, welche in der gesamten Natur vorkommen. Verbindet sich das Gas Fluor fest mit einem anderen Stoff, so spricht man von den sogenannten Fluoriden. Es handelt sich um ein sogenanntes Spurenelement. Fluor ist eine Substanz, die unser Körper braucht.

Wer denkt, Fluoride seien dem Körper fremd, der irrt sich: Sie sind ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen - einer der Gründe, weshalb sie in vielen Zahnpasten vorhanden sind. Wusstest du, dass sie auch in Gurken, Avocados, Sonnenblumenkernen und vielen anderen Lebensmitteln enthalten sind?

Mythen und Fakten über Fluorid

Die Verwendung von fluoridiertem Wasser und Dentalprodukten trägt zur Gesundheit der Knochen und Zähne bei. Viele Mythen haben die Verwendung von fluoridierter Zahnpasta ins Rampenlicht gerückt, aber die Vorteile sind erwiesen, sicher und effektiv für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen.

Mythos #1: Die Vorteile von fluoridiertem Wasser sind in der wissenschaftlichen Community nicht gut dokumentiert.

Fakt: Mehr als 70 Jahre Forschung haben gezeigt, dass fluoridiertes Wasser mit einem verminderten Kariesrisiko verbunden ist. Das Center for Disease Control erkennt den Wert der Fluoridierung und erklärt die Zugabe des Minerals ins Wasser, als eine der größten Verbesserungen der öffentlichen Gesundheit im 20. Jahrhundert.

Mythos #2: Wasserfluoridierung ist teuer

Fakt: Die Fluoridierung von Wasser und Zahnpasta ist eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, die Mund- und Zahngesundheit einer großen Bevölkerung zu verbessern.

Mythos #3: Wasser ist bereits auf natürliche Weise fluoridiert, so dass wir nicht mehr von dem Mineral hinzufügen und aufnehmen müssen.

Fakt: Es stimmt, dass Trinkwasser in den USA von Natur aus fluoridiert ist, aber der Mineralstoffgehalt ist nicht hoch genug, um die Zähne vor Karies zu schützen.

Mythos #4: Das Mineral, das zur Fluoridierung von Wasser verwendet wird, ist für den Verzehr unsicher.

Fakt: Fluoridiertes Wasser wird mit dem Mineral hergestellt, das aus Phosphatgestein gewonnen wird. Das Gestein wird zu Phosphorsäure verarbeitet, die dem Trinkwasser und der Zahnpasta sowie vielen kohlensäurehaltigen Getränken, wie z.B. Limonaden, zugesetzt wird.

Mythos #5: Fluoridiertes Wasser ist gefährlich für Kinder und ältere Menschen.

Fakt: Babys und Kleinkinder entwickeln ganz jung ihre Zähne. In dieser Phase ist ist es besonders wichtig sicherzustellen, dass die Knochen und Zähne stark wachsen. Das Trinken von fluoridiertem Wasser sorgt für ein schönes und gesundes Lächeln und begünstigt die Entwicklung.

Mythos #6: Das Schlucken von fluoridierten Mundhygieneprodukten ist gefährlich.

Fakt: Wenn eine kleine Menge an fluoridhaltiger Zahnpasta geschluckt wird, wird dies nicht die Gesundheit gefährden.

Mythos #7: Die Verwendung von fluoridhaltigen Produkten wurde mit höheren Krebsraten in Verbindung gebracht.

Fakt: Untersuchungen zeigen, dass es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Krebs und der Verwendung des Minerals in Trinkwasser und Mundhygieneartikel gibt.

Warum Fluorid gut für Zähne ist

Man putzt sich Zähne mit Fluorid Zahnpasta

 

Fluorid ist ein Mineral, das hilft den Zahnschmelz zu stärken. Mehrere Faktoren verursachen Schmelzerosion. Sobald der Schmelz verloren geht, wird er vom Körper nicht mehr regeneriert. Die einzige Möglichkeit, die Zähne nach dem Verlust des Zahnschmelzes vor Schäden zu schützen, ist die Zugabe von Mineralien, wie z.B. Fluorid. Dies hilft, die Menge an Mineralien, die verloren gehen zu ersetzen und auszugleichen.

Fluoridhaltige VS fluoridfreie Zahnpasta

Die meisten modernen Zahnpasten enthalten Fluorid. Die Anwendung von Fluorid hat sich als effektivster Weg erwiesen, die verlorenen Mineralien im Zahnschmelz zu ersetzen. Einige Studien haben gezeigt, dass Fluorid-Zahnpasta auch die Entwicklung von Bakterien auf den Zähnen, die Schmelzerosion verursacht minimieren kann.

Fluoridfreie Zahnpasta empfiehlt sich beispielsweise in folgenden Fällen:

  • Kleine Kinder, die Gefahr laufen, Fluorid-Zahnpasta zu schlucken
  • Allergie
  • Erwachsene mit bestimmten Krankheitsbildern

Frag am besten deinen Zahnarzt, welche Zahnpasta am besten für dich geeignet ist :-)

Vorteile von Fluorid-Zahnpasta

Der Hauptvorteil von fluoridhaltiger Zahnpasta besteht darin, das Risiko von Karies zu reduzieren. Karies ist die Folge von Schäden, die durch Bakterien und Erosion des Zahnschmelzes verursacht werden.

Gerade bei der Mundhygiene haben sie eine tragende Rolle, denn sie legen sich wie eine Art Schutzfilm um den Zahn, reduzieren die Säurebildung im Mund und helfen, Mineralien in den Zahn einzubauen. Der Zahnschmelz wird gehärtet und Knochen werden stärker. Doch das war noch nicht alles: Sie reduzieren das Wachstum der Bakterien. Putzt man sich also regelmäßig und gründlich die Zähne, kann man Karies gut vorbeugen.

Vorteile von Fluorid

Frau hält Zahnbürste Daumen hoch

 

  • Umfangreiche Forschung und fundierte wissenschaftliche Grundlagen
  • Vorbeugung von Karies
  • Stärkung des Zahnschmelzes
  • Wirksam gegen Bakterien
  • Ist kostengünstig

Wie du sonst deine Zähne vor Karies schützen kannst

  • Zahnseide verwenden
  • Zahnärztliche Routineuntersuchungen und professionelle Reinigungen
  • Dental Dichtstoffe

Also was jetzt: Schädlich oder nicht?

Natriummonofluorphosphat (Natriumfluorid), Aminfluorid und Zinnfluorid sind die am häufigsten verwendeten Fluoride in Zahncremes. Dabei gibt es strenge Vorgaben: Mehr als 1450 ppm darf der Anteil an Fluoriden in der Zahnpasta nicht betragen. Bei Zahnpasten für Kinder ist es sogar noch weniger; nur 500 ppm. Das heißt, sie beinhaltet nicht mehr als 0,05 - 0,15 %. Doch ist das schon zu viel?

Klare Antwort: Nicht in diesen geringen Mengen! Erst 32 bis 64 mg pro Kilogramm des Körpergewichts können gesundheitsschädlich sein. Ein 60kg schwerer Mensch müsste also schon bis zu 20 Tuben Zahncreme am Tag essen! Da Zahncreme im Normalfall jedoch sowieso nicht heruntergeschluckt wird, sondern vielmehr wieder ausgespült wird, besteht keine Gefahr.

Fazit

Keine Panik! Fluoride sind in den Mengen, in denen sie normalerweise eingenommen werden, keineswegs schädlich. Vielmehr sind sie gut für den Körper: für die Knochen sowie für die Zähne. Suchst du also gerade nach einer geeigneten Zahnpasta, kannst du - entgegen vieler Annahmen - ohne Bedenken auf eine fluoridhaltige Zahnpasta zurückkommen. Zahlreiche Fachärzte, sogar die Bundeszahnärztekammer, haben dies bereits bestätigt - es geht in solchen Mengen keine Gefahr aus.


4 Kommentare

  • Welche Zahnpaste wird in den Zahnpasta – Pods bei Amabrush verwendet? Gibt es ev. auch fluoridfreie Zahnpaste, die biologisch einwandfrei ist?

    Herlinde Gruber
  • Ich verwende seit über 10 Jahren Zahnpasta ohne Fluoride und mein Zahnarzt ist hat seit dem nichts mehr zu tun :-)

    Andreas
  • Hi, fluoride causes me white stains on the teeth, so I use toothpaste without it.

    Yoyo
  • Danke für die schöne Erklärung!

    Markus

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